Sample menu:

Für wen ist DIVA IN NÖTEN geschrieben?

 

Eine sexy­-romantische Komödie aus dem »Wilden Süden« – unter­haltsam, warm­herzig, frech und ero­tisch prickelnd – mit jeder Menge Situations­komik. Ein Lese­genuss für alle Frau­en und Män­ner, die ver­gnügliche und span­nende Unter­haltungslitera­tur mögen, die einen originellen Plot hat, lust­voll zu lesen ist und viel schwäbischen Lokalkolorit besitzt: Neben der Lie­bes­geschichte und einer krimi­nalistischen Neben­handlung zeigt der Roman auch die tiefe Liebe der »Diva« zu ihrem Ländle.

Auszug aus den Kapitelüberschriften:

 

»Heute sollst du etwas tun, was du noch nie zuvor gewagt hast!«
(Rose-Marie, Motivationskarte Nr. 74, KAP.1)

»So bleiben Sie fit, schlank und schön – auf Dauer!« (Ein Diätprogramm mit Erfolgsgarantie, KAP.2)

»Also von mir hot se des net. In onsrer Familie waren älle normal!«
(Rose-Maries Vater, KAP.5)

»Zufälle fallen dir zu, weil das Schicksal will, dass du sie aufhebst!«
(Tante Jo, KAP.8)

»Hätte ich doch mehr Champagner getrunken!«
(Die letzten Worte von John Maynard Keynes, KAP.10)

»Es isch noch kein Meischter vom Himmel gfalla.«
(Lieblingsspruch von Rose-Maries Vater, KAP.11)

»Warum fasten, wenn Genuss doch schön macht?«
(Aus Rose-Maries neuem Anti-Diät-Buch,KAP.12)

»When Love Goes Wrong, Nothing Goes Right«
(Marilyn Monroe-Hit, KAP.17)

»Stell dich der Angst, dann ist sie nur noch halb so schlimm!«
(Rose-Maries Motivationskarte Nr. 194, KAP.18)

»I´m a sex machine!«
(Aus einem Song von James Brown,KAP.19 )

»Die Schuhe des Mannes sind wie sein Johannes.«
(Aus einem "Forschungsbericht", KAP.21)

»Denk daran: Es gibt immer einen Ausweg, auch wenn alles schief läuft!«
(Rose-Marie, Motivationskarte Nr. 283, KAP.23)

»Gelassenheit ist das wahre Schönheitselixier.«
(Schönheitstipp Nr. 5 von Rose-Marie, KAP.25)

»I sag immer: A guats Schnitzel hält die Ehe zusamma.«
(Ehe-Geheimnis von Rose-Maries Vater, KAP.26)

»Kein Schwanz kann so hart sein wie das Leben.«
(Ausspruch des Tatort-Kommissars Schimanski, KAP.29)

»Von nun an ging´s bergab.«
(Lied von Hildegard Knef, KAP.31)

»Denn erstens kommt es anders und zweitens, als man denkt.«
(Deutsche Redensart, KAP. 33)

»Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen. Man weiß nie, was man kriegt.«
(Zitat aus dem Film "Forrest Gump", KAP.34)


 

Rezension von Edith Nebel:

Die Tübinger Sachbuchredakteurin Rose-Marie Bopp ist ein Genussmensch, liebt die Abwechslung und möchte von allem viel. "Ich will kein 'normales Leben'", versucht sie ihrem Bruder Thomas zu erklären. "Ich will Abenteuer, Spannung, Aufregung. Ich will, dass in meinem Leben etwas Besonderes passiert und meine Vision von der Gesangskarriere Wirklichkeit wird. Das will ich." Aber Musterknabe Thomas kapiert's nicht. Was auch nicht anders zu erwarten war.

Ein Karaoke-Abend verschafft ihr die richtigen Kontakte und verändert ihr Leben. Doch (Liebes-)Glück, Erfolg und eine gewisse Prominenz ziehen auch gestörte Persönlichkeiten an: Rose-Marie sieht sich von einem unheimlichen Stalker verfolgt, der sie mit seinen Drohbriefen zunehmend in Panik versetzt. Kann Pianist Paul ihr im Kampf gegen den Stalker beistehen? Schließlich ist er doch ihr treuer und zuverlässiger bester Freund. Oder ...?

Bis Rose-Marie hinter sämtliche Masken blickt und Freund und Feind erkennt, gibt es noch so manche Überraschung. Und auf einmal sieht sie ganz deutlich, welcher Weg für sie der richtige ist ...

Der Roman ist mehr als die streckenweise saukomische Selbstfindungsgeschichte einer lebenslustigen schwäbischen Mittdreißigerin. Es hat was nachgerade Philosophisches: Gibt es ein Richtig und ein Falsch bei Lebensentwürfen? Muss man sich tatsächlich rechtfertigen, wenn man sich, wie Rose-Marie, "ein Leben wünscht, so üppig wie eine Verdi-Oper und so abenteuerlich wie ein Indiana-Jones-Film", wenn man ein wildes Künstlerdasein einem sicheren aber langweiligen Alltag vorzieht? Und bringt es etwas, zur Sicherheitsfraktion überzulaufen, wenn einem das freie Künstlerleben zu anstrengend wird? Oder macht man sich damit nur unglücklich? Rose-Marie macht sich ihre Gedanken und bringt die LeserInnen ebenfalls ins Grübeln.

Zu denken gibt auch die Erkenntnis, dass offenbar jede noch so tolle Frau immer wieder von starken Selbstzweifeln geplagt wird. Sind wir eigentlich bescheuert, Mädels?

Man muss sich weder in Tübingen noch in Stuttgart auskennen, um der Geschichte folgen zu können. Aber wie immer bei Romanen mit Lokalkolorit haben LeserInnen einen besonderen Bezug zu Ereignissen, die vor ihrer eigenen Haustür stattfinden.

Schwäbisch sollte man allerdings schon ein bissle verstehen, denn sonst entgehen einem z.B. die Kommentare von Hausmeister Eisele. Und das wäre schade! Ohne Schwäbischkenntnisse würde man auch nicht verstehen, warum Rose-Marie tatsächlich eine Ehe mit dem kreuzbraven Metzger Bernd erwägt, mit dem ihre Eltern sie in einer peinlichen Aktion verkuppeln wollen.

Zu den Risiken und Nebenwirkungen dieses Romans gehört nicht nur, dass man eventuell über das Leben nachdenkt, sondern auch, dass man dann und wann laut losprustet. Wem das peinlich ist, sollte die DIVA IN NÖTEN nicht gerade in der Bahn lesen. Andererseits ... Rose-Marie Bopp wäre es mit Sicherheit egal, was die Leute denken. Sie würde hemmungslos lachen. Und es wird garantiert nichts Schreckliches passieren, wenn wir das ebenfalls tun.